Was waren die Ziele der DDR-Bürgerbewegung Demokratie Jetzt?
Die DDR-Bürgerbewegung Demokratie Jetzt wurde am 12. September 1989 in Ost-Berlin gegründet und war eine der wichtigsten oppositionellen Gruppen in der späten DDR. Ihre Ziele konzentrierten sich auf eine demokratische Umgestaltung der DDR und eine tiefgreifende Reform des politischen Systems.
Ziele von Demokratie Jetzt
- Demokratisierung der DDR
- Einführung eines pluralistischen, demokratischen Systems mit Gewaltenteilung
- Abschaffung der Einparteienherrschaft der SED
- Einführung freier Wahlen
- Rechtsstaatlichkeit und Bürgerrechte
- Wiederherstellung von Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit
- Schutz der Bürger vor staatlicher Willkür
- Einführung einer unabhängigen Justiz
- Friedliche Transformation statt Revolution
- Demokratie Jetzt setzte sich für einen gewaltfreien Wandel ein
- Reform der DDR von innen heraus, ohne sofortige Wiedervereinigung
- Soziale Gerechtigkeit und Ökologie
- Nachhaltige Wirtschaftsreformen
- Umwelt- und Klimaschutz als politische Priorität
- Soziale Absicherung für alle Bürger
Entwicklung und Bedeutung
Nach dem Fall der Mauer schloss sich Demokratie Jetzt mit anderen Bürgerrechtsbewegungen zusammen und ging 1991 in der Partei Bündnis 90/Die Grünen auf. Ihr Ansatz einer eigenständigen Reform der DDR verlor mit dem zunehmenden Wunsch nach Wiedervereinigung an Bedeutung.
Demokratie Jetzt spielte eine zentrale Rolle im demokratischen Aufbruch der DDR und war eine der wichtigen Stimmen für einen rechtsstaatlichen, friedlichen Wandel.
Warum sollten wir diese Ziele für Deutschland jetzt erneut aufnehmen?
Die Ziele der DDR-Bürgerbewegung Demokratie Jetzt – Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung – sind auch heute wieder hochaktuell. Warum sollten wir sie als neue überparteiliche und europäische Bürgerbewegung Restart4Future.eu erneut aufnehmen?
1. Demokratie stärken – gegen Politikverdrossenheit und Lobbyismus
- Viele Menschen fühlen sich heute von der Politik nicht mehr vertreten. Wahlen alleine reichen nicht aus, wenn wirtschaftliche Interessen über Bürgerinteressen gestellt werden.
- Mehr direkte Demokratie, transparente Entscheidungsprozesse und eine echte Gewaltenteilung könnten das Vertrauen in die Politik zurückbringen.
2. Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit sichern
- Bürgerrechte wie Meinungsfreiheit und Datenschutz stehen unter Druck, sei es durch Überwachung, Cancel Culture oder wirtschaftlichen Einfluss auf die Justiz.
- Eine unabhängige Justiz und freie Medien sind essenziell, um eine offene Gesellschaft zu erhalten.
3. Frieden und soziale Gerechtigkeit als Basis der Gesellschaft
- Die soziale Ungleichheit wächst, während große Konzerne und Vermögende immer mehr profitieren.
- Ein gerechteres Wirtschaftssystem, das Wohlstand fair verteilt, wäre im Sinne der ursprünglichen Bürgerbewegungen.
- Frieden in Europa und eine souveräne Außenpolitik sind wichtiger denn je, um Kriege und geopolitische Abhängigkeiten zu vermeiden.
4. Nachhaltigkeit und Klimaschutz – keine Worthülsen, sondern echte Veränderung
- Die ökologische Krise verschärft sich, während politische Maßnahmen oft halbherzig bleiben.
- Statt Symbolpolitik braucht es systemische Lösungen, die Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft integrieren.
Fazit
Die Ziele von Demokratie Jetzt waren nicht nur eine Antwort auf die Missstände der DDR, sondern könnten auch heute als Leitbild für eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft dienen. Die Demokratie muss sich weiterentwickeln, wenn sie nicht scheitern soll – genau dafür kämpften die Bürgerrechtler damals. Es wäre an der Zeit, diese Ideen neu zu denken und mutig umzusetzen.